Stütz- und Förderkurse

Stütz- und Förderunterricht hat individuellen Charakter und umfasst Schwerpunkte, wie Aufgabenhilfe, Vorbereitung von Lernkontrollen, Vertiefen von behandeltem Schulstoff, Einüben von Lern- und Arbeitstechniken. Er stellt eine Ergänzung zur Beruflichen Grundbildung dar.

Zielsetzung

Früherfassung: Die Lehrpersonen erheben die Lernvoraussetzungen im Regelunterricht nach einem klaren Konzept. Früherfassung bedeutet, die Lernvoraussetzungen der Lernenden einschätzen, um eine prognostische Aussage machen zu können, ob die Berufliche Grundbildung mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgreich verlaufen wird oder ob der Ausbildungserfolg gefährdet ist.

Der Stütz- und Förderunterricht soll mithelfen, den Stoff des Regelunterrichtes besser bewältigen zu können. Dabei stehen folgende Kriterien im Zentrum:

  • Der Notendurchschnitt im Regelunterricht darf nicht weiter absinken
  • Der Teilnehmende verbessert sich im Regelunterricht
  • Die Zeugnisnoten sind nicht mehr ungenügend
  • Die Lernmotivation wird gefördert

Zielpublikum: Jugendliche

  • mit Lerndefiziten in den Basisfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Lernen und Problemlösen
  • mit Wissenslücken
  • mit ungünstigen Lernvoraussetzungen (ungünstiges familiäres Umfeld, ungünstig beeinflussenden Kollegenkreis, nicht mehr gewohnt, strukturiert zu lernen, mangelnde Motivation, etc.)
  • mit grundlegenden Lern- und Leistungsschwächen
  • mit Angst vor Lernzielkontrollen (Prüfungsangst)
  • welche häufige Misserfolge in ihrer Schullaufbahn zu verzeichnen hatten. Dies drückt sich in einer labilen Motivation, in einer Beeinträchtigung der Konzentration, in einer Über- oder Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten und in einem mangelnden Selbstwertgefühl aus.